Koh Phangan – Ein verkanntes Paradies?

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Wie der Zufall es so will, sitze ich gerade schon wieder am Strand von Koh Phangan. Nach einiger Zeit auf anderen thailändischen Inseln hat es mich dank netter Reisebekanntschaften wieder auf diese Partyinsel getrieben. Diesmal jedoch erscheint sie unendlich friedlich und entspannt. Kaum Feiertouristen – es ist nur eine weniger beliebte Dschungel- und Wasserfallparty, die Strände sind relativ leer, obwohl die Sonne fröhlich ihr bestes gibt. Die wenigen Wolken gönnen mir kurze kühlere Pausen in meiner Hängematte.

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Meine Unterkunft ist diesmal fast luxuriös, für einen sehr geringen Preis. Mit Pool direkt am Strand, also habe ich jeden Morgen die Wahl zwischen Meer und Pool. Oder doch beidem? Ein schöner Ort um zum Entspannen und um dem Abenteuerwahn eine Auszeit zu gönnen und
Kraft für weitere Reisen zu sammeln.

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Schmackhafte Currys und Pad Thais finde ich in kleinen lokalen Küchen für frechgünstige Preise und dazu noch lächelnde Einheimische, die sich zu uns setzten, da es eh kaum Kundschaft gibt. Lachend und schmatzend verfliegen diese Stunden, in denen ich mich mehr angekommen fühle als oftmals auf dieser Reise. Tage verfliegen zwischen Essen und Sonnenuntergängen.

Zu sehen gibt es auf Phangan eigentlich schon einiges, von wunderschönen Stränden (mal voller, mal leerer), einsamen Buchten, berühmten Nachbarinseln, dem Fullmoon-Partystrand, einem Wasserfall und vielem Meer – Verzeihung mehr.

Doch ich kenne das Meiste und für die paar Tage kann man auch einmal seinen Stammplatz in einer Hängematte einnehmen, sich auf wichtige Dinge wie schlafen, Früchte vernaschen und schreiben konzentrieren.

Natürlich kommt der Gedanke „Wenn ich schon mal hier bin„, aber zum Einen kann man nicht immer alles sehen und sollte es auch gar nicht versuchen, zum Anderen gehört eine Auszeit auch zu dem Tempo um eine lange Reise vollkommen genießen zu können. Irgendwann ist der Speicher deiner Kamera im Kopf voll. Die emotionale Schatztruhe an unvergesslichen Eindrücken bis zum Überlaufen gefüllt. Genau dann, ist der Zeitpunkt gekommen, diese Momente zu notieren und seinen persönlichen Erinnerungsblockbuster ablaufen zu lassen.

Zwischen allen Berg- und Talfahrten,
gehört auch einmal eine Schwebe in der Hängematte dazu.

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 Auf Inseln lebt es sich glücklicher.
Zumindest fühlt es sich so an.
Ein Sonniger Start in den Tag,
eine frische Kokosnuss,
Ein Pool mit Blick aufs Meer,
Baden in den salzigen Fluten
und ein abschließender abendlicher Strandspaziergang.
Inselleben ist das nicht,
aber ein Inselgenuss.

Viele Thailandurlauber verfluchen Koh Phangan und sie haben recht, denn in vielen Ecken ist es zu voll, zu laut, zu betrunken und kein Stück Thailand. Gelächelt wird nur um mehr Geld zu verdienen, sonst ist es eher fordernd und hektisch. Aber wer sich Mühe gibt, landet an einem kleinen Strandabschnitt voller Ruhe, wo man mit einem Lächeln in den Tag startet und glücklich ist heute hier sein zu dürfen.

Aus der Hängematte.
Euer Jan.
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