Eine Insel mit 2 Bergen – Nicaragua

DCIM100MEDIADie kleine Fähre schaukelt mich freundlich der Insel entgegen. Wie schon verraten ist mein Ziel eine Insel mit zwei Vulkanen. Sie liegt in einem riesigen See im Süden von Nicaragua. Für knapp einen Dollar darf ich an Bord, um mit einzelnen schlafenden Herren und einer Schiffsladung voller Wasserkanister über den Teich zu schippern. Der Wellengang stört mich weniger (wo kommen die Welle bitte her? Andere Boote?),eher die Tatsache, dass einiges an Wasser in das Schiff eindringt, dass es fröhlich zu meinen Füßen hin und her schwappt, genug um einen eigenen kleinen See zu bilden. Das Boot weckt nicht gerade mein Vertrauen, aber es bleibt keine andere Wahl. Und Abenteuer gehören nun einmal dazu, außerdem bin ich in Mittelamerika, also Ansprüche runterschrauben.

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Über eine dünne Holzplanke geht es am Anlegesteg an Land.

Letzter Sprung und angekommen auf der ISLA de OMETEPE.

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Gleich am Hafen liegt das kleine Städtchen Monogalpa. Viele Besucher bleiben hier nur wenige Stunden, lieber den Stränden an den Nordküsten der Insel entgegen ziehend.  Ich schlendere durch die Straßen auf der Suche nach einer billigen Unterkunft. Natürlich ist Nicaragua weitaus preiswerter als Costa Rica, aber die  Zimmerpreise lassen mich manchmal trotzdem teilweise nur den Kopf schütteln. Ungern möchte ich für ein windschief gezimmertes Bett in einem dreckigen Abstellraum 10 Dollar zahlen, vor allem wenn ich kaum Zeit in diesem Raum verbringen werde. Vielleicht sollte einfach meine Hängematte zwischen die nächsten Palmen hängen?

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Bevor ich mir jedoch weiter Gedanken über diese Möglichkeiten machen muss, lande ich in einer kleinen Absteige mit netter Besitzerin, in dessen Hinterhof Hasen und eine Art Meerschwein Ihr Zuhause haben.
Heute sogar mit privatem Bad, da kann man sich die 5 Dollar schon mal gönnen. Low Budget hin oder her, mir läuft die Suppe runter, ich bleibe hier und gönne mir eine Dusche.

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Sobald ich wieder ansehnlich bin, wird die kleine Stadt erkundet. Das französische Pärchen ist mir gefolgt und hat sich hier mit einquartiert, was mich sehr erstaunt, da ich im Alter von 60 Jahren – selbst wenn ich das Backpacken nochmal aufleben lassen möchte – nicht solche Hostels wählen würde.

Um den angebrochenen Tag zu nutzen werden Fahrräder ausgeliehen, umliegende Dörfer und Strände erkundet und über die Landebahn des Flughafens gestrampelt.

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Zum Abschluss des Tages taucht die Sonne noch in den See und überrascht mich mit dem ersten Sonnenuntergang meiner Reise.
Cheers darauf mit meinem ersten Nicaragua Bier.

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Fakten und Tipps zu Nicaragua und Moyogalpa:

  • Fähren/Personenboote legen meist stündlich ab und kosten ca. 1 Dollar.
  • Autofähren legen seltener ab. Wer also mit einem Motorrad oder Auto kommt, sollte sich hier frühzeitig anmelden oder viel Zeit/Glück einpacken.
  • Der Bus von der Grenze nach Rivas kostet einen Dollar, also lasst euch kein Taxi aufschwatzen.
  • Taxi von Rivas zur Anlegestelle kostet ca 1 Dollar pro Person.
  • In Rivas kosten Unterkünfte ca. 10/7/4 (Einzel/Doppel/Dorm pro Person) – Stand August 2014.
  • Moyogalpa: Hostel Familiaris ist 100 m direkt den Berg gerade aus vom Hafen hinauf und nochmal 15 m rechts. Unscheinbarer grüner Bau mit einer jungen lieben Besitzerin, deren Vater abends Wassermelone schlürfend auf der Straße davor sitzt. Nichts Besonderes, aber sauber und günstig.
  • Räder kosten ca. 1-3 Dollar die Stunde. Achtet hierbei auf die Bremsen und den Zustand des Rades, sonst macht die Tour wenig Spaß.
  • Abends in den Straßen unterwegs sein, war bei mir kein Problem, lasst jedoch lieber alle Wertsachen im Hostel/Hotel, denn sicher ist sicher.

Gute Reise,
Euer Jan.

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