Gili´s sonnige Einsamkeit

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Hallo zusammen,
nachdem das neue Jahr sich nicht von der besten Seite zeigt, der Schnee ausbleibt und es sich so eine nass kalte Stimmung ausbreitet, will ich euch von einem kleinen Paradies berichten, auf das es mich vor ein paar Jahren verschlagen hat.

Nach einer kräfteraubenden Vulkantour landeten wir auf der kleinen Inselgruppe in der Balisee gleich neben dem indonesischen Eiland Lombok…

Sie ragen kaum ein paar Meter über den Meeresspiegel, außer ein paar Hüttchen und Palmen findet man hier auch nicht sonderlich viel. Verdreckt und staubig von den Vortagen, zogen wir abschätzende Blicke unserer Boot-Insassen auf uns. Trolli-Travelerin und LouisVuitton-Backpackerin konnten scheinbar gar nicht verstehen, warum jemand Wanderstiefel und einen so großen Rucksack dabei hatte, und dazu noch aussah,als käme er aus einem Schlammloch… 😉

Ach ja, ich lächelte in mich hinein und notierte für mich im Geiste, dass Gili Trallala (eigentlich Trawangan, ABER lasst das mal einen betrunkenen Australier ausprechen 😉 )  schließlich das Malle der Australier&Neuseeländer ist.

11.01.14_Gilis_sonnige_Einsamkeit02 Mushroom Omelette? Ja bitte, aber heute das zum Abheben 😉
Schnitzel und Knödel mitten in Indonesien? Wers braucht…

Aber nun weiter..  Die drei Gilis lassen sich leicht zu Fuß umrunden und man findet unterwegs viele verlassene und zugewucherte Bungalowanlagen, die damals nach dem Bombenattentat in Kuta, einfach sich selbst überlassen wurden.

Windschiefe Empfangsbereiche, Swimmingpools mit Eigenleben, vermooste Billardtische und Schreibtische in denen noch die handgeschriebenen Rechnungen liegen. Hier macht Herumstrolchen und Erkunden wahnsinnig Spaß, man sollte nur auf zu morsche Bretter achten, damit die Freude nicht ein unangenehmes Ende nimmt 😉 .

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Da es nur direkt an der Anlegestelle was zu essen gibt und es abends keinen Strom gibt, will man seinen Heimweg ungern blind antreten, also bleibt die Taschenlampe mein ständiger Begleiter.
Nachts ist es hier nicht einfach dunkel, es ist finster. So finster, dass man seine Hand vor Augen nicht sieht, außer der Mond bahnt sich seinen Weg durch das Blätterdach der Palmen.

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Nachts Sterne beobachten, tagsüber am Strand liegen, oder Schnorcheln gehen – dazu eine Hütte, einen Strand und ein Meer für sich alleine?

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Man sieht allerhöchstens eins der Fähr- oder Schnorcheltourboot, dass auf dem Wasser entlanggleitet, aber sonst? Ruhe, ganz für mich allein.

Hier drehen die Uhren wirklich langsamer…

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Leider hat jedes Paradies auch scheine Schattenseiten,
auch wenn diese auf den ersten Blick nicht auffallen.

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Voller Fernweh,
euer Jan

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