Inselerkundung Ometepe! Was hat Sie zu bieten?

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Nachdem die Beine sich von dem kleinen Vulkanspaziergang über Nacht ausruhen durften, heißt es nun, die Insel erkunden.
Angefangen von touristischen Anlagen, abgeschiedenen Häuschen, riesigen Friedhöfen und Fanta aus Plastiktüten gibt es wieder viel zu sehen.

Per Bus erkundet es sich hier am Einfachsten. Die Kosten sind minimal und man ist flotter unterwegs als mit dem Rad. Ab- und  Aufspringen kann man jederzeit, wenn man Glück hat und eben auch ein Bus vorbeikommt.

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Die Menschen sitzen im Schatten, die Türen sind weit offen, weil nur der leichte Wind vor den drückenden Sonnenstrahlen Abkühlung verspricht. Farben wohin man nur schaut. Knallige Hausanstriche, die schon bessere Zeiten gesehen haben. Bunte Gewänder, Werbeanschriften. Am Boden Sand und Staub. Hellbraun und Beige.

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Bevor die Frage aufkommt: nein ich habe keine seltsamen Neigungen und treibe mich nicht gerne auf Friedhöfen herum. In diesem Fall stach mir eher die enorme Farbvielfalt ins Auge.
Und die Tiere. Wann habt ihr das letzte Mal eine Stute samt Fohlen zwischen Gräbern grasen sehen? Wann wurde das letzte Mal ein Weg über ein Grab gebaut? Gewöhnlich ist hier nichts.

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An diesem Ort ist der Umgang mit den Toten anders. Zum einen sehen viele Gräber aus wie ein Pizzaholzofen (oftmals noch unverschlossen und als Lagerstätte genutzt) – zum Anderen ist es hier gang und gäbe auch mal eine Fantaflasche als Vase am Grab zu verwenden.
Unfertige, kaputte oder einfachste Kreuze. Abblätternde Farben. Hat man hier keinen Sinn für Feinheiten? Oder sind diese Ruhestätten einfach nur lebensnah und ungestellt?

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Als ich den Friedhof verlasse, werfe ich einen Blick zurück auf die Gräber, sehe im Hintergrund den Vulkan und die Pferde ihren Mittagssnack einnehmen.
Vielleicht ist es doch nicht die schlechteste Ruhestätte hier, wenn auch ungewohnt.

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An einem anderen Platz auf der Insel folge ich einer staubigen Piste und versuche mich von Baumschatten zu Baumschatten zu stehlen. Die Sonne brennt fröhlich herunter und mein Kopf ist diese Strahlung noch nicht gewohnt.
Meine Kopfhaut fühlt sich schon an, als würden sich kleine Risse darauf bilden. Doch auch dieser Weg wird belohnt. Eine kleine Bucht, ein paar Badende und selbst ein Pferd das Abkühlung sucht.

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56_RTW_NIcargua_Inseltour11Passend für mich, vor einer kleinen verlassenen Kirche einen Teil einer Aufgabe einzulösen. „Mache 10 Burpees an besonderen Plätzen“.

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Außerdem starte ich den Versuch, eine Kokosnuss ohne Hilfsmittel zu öffnen (Danke für diese Aufgabe). Jeder Affe wäre stolz auf mich gewesen, wie ich diese Frucht auf den Boden donnerte. Leider wird diese Arbeit nicht belohnt, die Kokosnuss ist nicht mehr gut. Dann muss eben eine Auszeit im Schatten Abkühlung schenken.

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Nach einem langen Tag voller bunter Häuschen, farbenfroher Gräber, badenden Pferde und verbrannter Kopfhaut
gönne ich mir ein einheimisches Gericht: Gebratenes Hühnchen, Reis, Bohnen und Kochbananen.

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Gute Nacht,
Euer Jan.

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